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Author: vivienne

Travel or stay?

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Travel or stay?

what I learned from settling at a place

Traveling gives life breadth, staying in one place gives it depth.

VIvienne Amrein

To be honest, I haven’t planned on settling with a place, animals and responsibility so early in my life.

It was more like this lifestyle chose me and I couldn’t say no.

When I came and looked at the surrounding mountains, I felt the excitement of how visually appealing they seemed to me. Today, after 3 years of living here, I look at the mountains and observe, how they fill up with memories. 

Tours with friends, the horses and alone.

The northern lights dancing above them in winter nights. Unexpected meetings with moose and reindeers.

How the evening light can turn everything golden and how the fog brings put the most beautiful patterns amongst the treetops of the pine forest.

Every season, every experience paints her own layer to the surrounding and the wide open landscape I first saw is getting a depth that makes me feel like home.

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Reisen gibt dem Leben die Weite, an einem Ort zu bleiben, verleiht ihm Tiefe.

VIvienne Amrein

Um ehrlich zu sein: Ich hatte nie geplant, mich so früh in meinem Leben an einem Ort, mit Tieren und viel Verantwortung niederzulassen.

Es war eher so, dass dieser Lebensstil mich auswählte und ich nicht Nein sagen konnte.

Als ich hier ankam und die umliegenden Berge betrachtete, war ich begeistert, wie ansprechend sie auf mich wirkten. Heute, nach 3 Jahren hier leben, schaue ich auf die Berge und merke, wie sie sich mit Erinnerungen füllen.

Touren mit Freunden, den Pferden und allein.

Die Nordlichter, die in Winternächten über ihnen tanzen. Unerwartete Begegnungen mit Elchen und Rentieren.

Wie das Abendlicht alles golden färben kann und wie der Nebel die schönsten Muster zwischen die Baumkronen des Nadelwaldes zaubert.

Jede Jahreszeit und jede Erfahrung malt ihre eigene Schicht auf die Umgebung und die weite, offene Landschaft, die ich anfangs gesehen habe, bekommt eine Tiefe, die sich anfühlt, wie Zuhause.

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Places change people

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How places change people

and people change places

In memory of Tina, who brought the first Dreamvalley to life.

It is one thing to let go of a place.

Another to let go of a person and see how unstoppably a place changes through you taking over.

You recognize how powerfully places live through people. How unique you see them when they are someone else’s and how blurry sight can get, when you immerse yourself in it.

Creating places is a deeply vulnerable and personal process. You get to meet your shadows, your doubts, your beliefs and all the beautiful potential hiding in you. You learn how to take it into your hands and form it step by step.

You realize that creating a place asks everything from you. It consumes and swallows you until you no longer know who you are. All you do is taking care of that tiny piece of land and the few animals that got a hold on you.

Until you realize how the place is about to take care of you. How a home builds around you. How you attract wonderful supportive people.

Tina Mareen Buddeberg created Dreamvalley as a relational work of art over many years before she passed away.

I met her and her place first in 2018, only 2 years before she died. We shared 3 summers together, roaming the forests with the horses, working creative with sometimes impossible methods and having a lot of fun in our own little world. Tina was looking for someone to take over, someone she could trustfully know her animals with, in case there came a time where she could no longer take good care of them herself. She came to chose me – before I agreed and before she even asked me.

Thats how the biggest adventure of my life started in 2021. I followed my love for horses to further develop this beautiful, somehow lonely but connected place in the remote area of a national park between a riverbed and the forests. With a bridge that seems to connect places and worlds. Shining a light for people who dream of life close to nature.

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A spring letter from Dreamvalley

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A spring letter from Dreamvalley

a glimpse into nordic spring

Deutsch (original), english below

Heute ist der 25. April 2023

Ich bin gerade zurück von zwei Wochen Ferien in meiner Heimat am Zürichsee, wo die Bäume und Sträucher um die Wette Blühen und die Wiesen strotzen vor grün dass sie demnächst zum ersten Mal gemäht werden können.

Dementsprechend tief fällt mein Seufzer aus, als ich gestern zurückkomme und schon in Oslo mit grauem Schneegestöber empfangen werde. Es sieht heute nicht besser aus und während ich durch die Schneeflocken auf die Eiszapfen blicke, die sich vom Dach wölben, beschliesse ich den norwegischen Frühling einmal in Worte zu fassen.

FRÜHLINGSPOST AUS DEM TRAUMTAL

Die Eiszapfen wölben sich wie gläserne Krallen über die Wellblechabsätze an den Dachrändern und zeigen treffend, wie freundlich sich die beständige Schneedecke um diese Jahreszeit meinem Gemüt gegenüber noch verhält.

Frühling ist die taffeste Zeit für mich hier im Norden.

Manche würden sagen der Winter ist hart. Dunkel und mit Minusgraden bis unter 25. Im Winter bin ich darauf eingestellt. Die Kälte ist trocken und das Leben spielt sich hauptsächlich drinnen um den warmen Ofen ab. Du willst auch gar nicht zu lange draussen sein. Aber wenn, dann zaubert die Natur die schönsten pastellenen Farbstimmungen an den Himmel. Sie pulvert glitzernde Schneesternchen aus der Luft und macht die Zeit vor dem Kamin kuschlig. Du hast Zeit zu entspannen und dich vom Wettrennen in der Welt zurückzuziehen. Das tägliche Holz und Heu schleppen hält dich draussen in Bewegung und (mal abgesehen von Händen und Füssen) angenehm warm.

Die Pferde gucken flauschig aus ihrem Fell und ab und zu erspäht man eines der Eichhörnchen bei der Futtersuche.

*perfekt nachromantisiert*

Dagegen ist der Frühling im Norden nasskalt und wechselt von knallhell zu matschbraun. Gerne auch mehrmals im Wechsel, so wie dieses Jahr. Der Schnee hält sich unangenehm lange, während in mir die Lebensgeister erwachen und nach Taten schreien.

Heute hängen Wolken über dem ganzen Tal und es flockt unaufhörlich auf die wieder weisse Landschaft nieder. Rund 40 Centimeter hat es vergangene Woche nochmals drauf geschneit. So dass Wälder und Dächer wieder aussehen wie im Winterwunderland. Ein nasskaltes Wunderland, das sich nicht entscheiden kann ob es taut oder friert.

Der Frühling im Norden lässt sich nicht hetzen. Er pendelt gemächlich zwischen Schneematsch und Frühlingssonne hin und her und kombiniert die Auswahl gelegentlich mit Eisflächen und abtrocknenden Stellen.

Frühling im Norden ist kein Frühling, sondern der schmerzhaft langsame letzte Atemzug des Winters, der einem merklich zäher durch die Seele streift, als dass er dem Körper noch etwas anhaben könnte.

Der Frühling im Traumtal dabei entblösst den Fluss in dunkler Erscheinung und lässt ihn die schillernden Brocken blauen Eises, die noch von kalten Monaten zeugen, zu grauen Klumpen ertränken.

Der tropfende Frühling bewegt die Böden und lässt mit jedem Jahr den Unterstand vor der Scheune noch etwas schiefer werden. Er zaubert Matsch an Stellen, die den Rest des Jahres trocken liegen und lässt nicht nur die Pferde, sondern auch mich buchstäblich mit den Hufen scharren.

Der Frühling im Traumtal macht erbarmungslos aufmerksam auf all die Misthaufen, die leise von der Schneedecke umhüllt worden sind.

Er macht auch Hoffnung, indem er der Natur ihren bezaubernd wilden Duft zurück gibt und gleichzeitig den Duft von Verwesung kreiert. Als könne das so lange tiefgefrorene Bodenleben die tierisch erzeugten Nährstoffe noch kaum verdauen.

Der Frühling im Norden ist wie die letzte Prüfung vor dem lang ersehnten Sommer. Der Vorbote der Explosion an Grün, die mir jedes Jahr wie ein unmögliches Wunder erscheint.

So wallt nun auch in mir wieder etwas Elan auf, während ich unter dem Dachvorsprung stehe und mir vorstelle, wie die Eiszapfen ein für allemal vom Wellblech rutschen und am Boden zerschellen um sich in Schmelzwasser zu ergiessen und sich die Birken im Wald in ihrem Grün ausstrecken, als wäre der lange Winterschlaf ein reines Auftanken von Kraft gewesen.

In diesem Sinne freue ich mich mit allen, die bereits Frühling haben und beginne drinnen ein paar Samen in die Erde vom Anzuchtkasten zu bohren. An die Freunde im Norden möchte ich sagen: Wird schon. Bestimmt noch dieses Jahr.

Vivienne

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Today its the 25th of April 2023

I’m just back from two weeks’ holiday in my home on Lake Zurich, where the trees and bushes are in full bloom and the meadows are so green that they will soon be mown for the first time.

My sigh is accordingly deep when I return yesterday and am greeted by grey snow flurries in Oslo. It doesn’t look any better today, and as I gaze through the snowflakes at the icicles curving from the roof, I decide to put Norwegian spring into words for once.

A SPRING LETTER FROM DREAMVALLEY

The icicles curl like glass claws over the corrugated iron heels on the edges of the roof, aptly demonstrating how friendly the steady blanket of snow still behaves towards my mind at this time of year.

Spring is the toughest time for me here in the north.

Some would say winter is tough. Dark and with sub-zero temperatures to below 25, winter is what I’m prepared for. The cold is dry and life is mainly indoors around the warm stove. You don’t want to be outside for too long. But when you do, nature comes up with the most beautiful pastel colour moods in the sky. She pulverises glittering snow stars from the air and makes the time in front of the fireplace cosy. You have time to relax and retreat from the race in the world. Carrying wood and hay every day keeps you moving outside and (hands and feet aside) nice and warm.

The horses peek fluffily out of their fur and every now and then you spy one of the squirrels searching for food.

*perfectly romanticised*

In contrast, spring in the north is cold and wet and changes from bright to marshy brown. It can change several times, as it does this year. The snow lingers for an uncomfortably long time already, while my spirits awaken and cry out for action.

Today clouds hang over the valley and it flakes down incessantly on the once again white landscape. It snowed another 40 centimetres last week. So that the forests and roofs look like a winter wonderland again. A cold and wet wonderland that can’t decide whether to melt or freeze.

Spring in the north cannot be rushed. It shuttles leisurely back and forth between slush and spring sunshine, occasionally combining the choice with patches of ice and drying spots.

Spring in the north is not spring at all, but the painfully slow last gasp of winter, which is noticeably bothering the mind more than it could be still doing to the body.

Spring at Dreamvalley thereby exposes the river in dark appearance and lets it drown the shimmering chunks of blue ice that still bear witness to cold months into grey lumps.

The dripping spring moves the soil and makes the shelter in front of the barn a little more crooked with each passing year. It conjures up mud in places that lie dry the rest of the year and literally makes not only the horses, but also me, „scrape their hooves“ as we would say in german.

Spring in Dreamvalley mercilessly draws attention to all the piles of horsedung that have been quietly covered by the blanket of snow.

It also gives hope, restoring to nature its enchantingly wild scent and at the same time creating the smell of decay. As if the soil life, frozen for so long, could still barely digest the animal-produced nutrients.

Spring in the north is like the last test before the long-awaited summer. The harbinger of the explosion of green that seems like an impossible miracle to me every year.

So now, too, a bit of verve is welling up in me as I stand under the roof and imagine the icicles sliding off the corrugated iron once and for all and shattering on the ground to pour into meltwater and make the birches in the forest stretch out in their green as if the long winter’s sleep had been a pure refilling of strength.

In this sense, I rejoice with all those who already have spring and start drilling a few seeds into the soil of the seed tray indoors. To my friends in the north I would like to say: It will be alright. This year for sure.

Vivienne

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When a dream comes true

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When a dream comes true.

grateful for the harvest

german, original // english below

Heute sitze ich hier, im Kofferraum meines Autos. Am schönsten Ort, den ich mir vorstellen kann, an einem wilden Fluss in stiller Natur und blicke auf meine Pferde, die friedlich auf der Wiese schlafen. Eine junge Bachstelze zwatzelt an mir vorbei und die Buchfinken picken die Haferkörner auf, die von der letzten Mahlzeit der Pferde übrig geblieben sind.

Es herbstelt schon langsam, die Nächte sind kühl und die Tage streifen langsam aber sicher den Sommer ab. Es ist eine Zeit in der meine Arbeitslust noch einmal aufflammt und in meinem Kopf ein Feuerwerk an Ideen und Visionen losgehen. Das Land auf dem ich lebe gestaltet sich vor meinem inneren Auge schon weit bevor ich Zeit finde, es mit meinen Händen zu gestalten.

Anderthalb Jahre bin ich jetzt hier.

Angekommen und doch irgendwie auf der Reise. Es hat eine Weile gedauert, bis ich fassen konnte, was passiert ist und der Umzug hat mich mitgenommen in tiefe, dunkle Schichten aus Erfahrungen von Einsamkeit, Überforderung und Orientierungslosigkeit, bis ich heute den Reichtum und die Kraft spüre, die mich umgeben. Die letzten Tage bin ich tief erfüllt mit Dankbarkeit für das Leben was ich habe, für die Erfahrungen, die ich gemacht habe, für all die Vorhaben die Gescheitert sind, die Frustrationen, die hohen Ansprüche die mich in die Knie gezwungen haben. Als wäre Erntezeit und als wäre es so sicher wie das Amen in der Kirche, dass es mir gelingt zu verstehen, wofür die Entbehrungen und Anstrengungen der letzten Monate gut waren. Heute sehe ich die erste Ernte.

Mir fehlen die Worte, dieses Leben zu beschreiben.

Ein Leben mit der Natur und mit Pferden, die in einer beständigen Herde nahe an ihren Instinkten leben können. Das habe ich mir gewünscht. Und diese Herde ist zu meiner Familie geworden. Wir passen auf einander auf. Leben miteinander. Zwicken uns gelegentlich in den Hintern, vermissen einander und freuen uns über die Wiedersehen.

Die schönsten Momente sind still und meistens bemerke ich sie erst, wenn sie bereits wieder verblassen um im Herzen als Erinnerung weiter zu leben. Und ich könnte Himmel und Erde küssen, zu wissen, wie zuverlässig mein Leben heute mit solchen Momenten verwoben ist.

Vor 4 Jahren sass ich an diesem Fluss und fühlte einen Schmerz, als würde mein Herz zerreissen. Und ich gab mir selber ein Versprechen. Ich werde alles tun um dieses Gefühl von Lebendigkeit, was ich hier erlebt habe, in meinem täglichen Leben zu haben.

Damals war es unvorstellbar, auszuwandern, unvorstellbar, wie sich dieses Versprechen bewahrheiten sollte. Ich hatte nur eine Absicht: Ich werde einen Weg finden.

In diesem Fall, hat der Weg mich gefunden, viel eher als umgekehrt. Und im Gegenzug hat er mir einiges abverlangt um auf ihm zu bleiben.

Der Schmerz, den ich davor kannte, war nur ein Vorgeschmack für das was gefolgt war die letzten Monate.

Ich wollte ein neues Leben und habe gelernt, was es bedeutet, dafür ein anderes herzugeben.

Ich wollte lebendig sein und habe realisiert, was es bedeutet, präsent zu sein.

Ich wollte einen Traum leben und bin dafür streckenweise durch die Hölle gegangen.

Es ist und bleibt ein wilder Ritt. Mein Leben hat mich verschlungen und heute liebe ich es.

Die einzige Konstante, seit Anbeginn, die einzige Sicherheit, das Einzige was sich immer bewahrheitet hat, ist die Tatsache, dass alles vorübergeht. Die schönen Momente, genauso wie die schmerzhaften.

Ich lebe hier in einer der kältesten Gegenden Norwegens, wo der Frühling erst kommt, wenn du schon nicht mehr daran glaubst. Ein Ort an dem die Sonne zwei Monate komplett hinter dem Hügel verschwindet und mir die Tränen in die Augen schiessen, ich einen Freudentanz mache, wenn sie zum ersten Mal wieder über die Baumwipfel kommt. Das macht es aus und es lehrt mich jeden einzelnen Tag, der Realität ins Auge zu blicken und trotz allen Herausforderungen den Glauben an Wunder nah bei meinem Herzen zu behalten.

Vivienne Amrein

27.08.2022

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Today I am sitting here, in the boot of my car. In the most beautiful place I can imagine, by a wild river in silent nature, looking at my horses sleeping peacefully in the meadow. A young wagtail chirps past me and the chaffinches pick at the oat grains left over from the horses’ last meal.

It’s starting to get autumnal, the nights are cool and the days are slowly but surely stripping away the summer. It is a time when my desire to work flares up once more and a firework of ideas and visions go off in my head. The land I live on is forming in my mind’s eye long before I find time to shape it with my hands.

I have been here for one and a half years now.
Arrived and yet somehow on the journey. It took me a while to grasp what has happened and the move has taken me into deep, dark layers of experiences of loneliness, overwhelm and disorientation, until today I feel the richness and strength that surround me. The last few days I am deeply filled with gratitude for the life I have, for the experiences I have had, for the projects that have failed, the frustrations, the high demands that have brought me to my knees. As if it were harvest time and as if it were as certain as the Amen in the church that I will succeed in understanding what the hardships and efforts of the last months were good for. Today I see the first harvest.

I have no words to describe this life.

A life with nature and with horses that can live close to their instincts in a constant herd. That is what I have wished for. And this herd has become my family. We look out for each other. Live together. Pinch each other’s butts occasionally, miss each other and rejoice at the reunions.
The most beautiful moments are silent and most of the time I only notice them when they are already fading away to live on in my heart as memories. And I could kiss the sky to know how reliably my life is interwoven with such moments today.

Four years ago, I sat by this river and felt a pain as if my heart would tear apart. And I made a promise to myself. I will do everything I can to have this feeling of aliveness that I experienced here in my daily life.

At that time it was unimaginable to emigrate, unimaginable how this promise would come true. I had only one intention: I will find a way.

In this case, the path found me, much sooner than the other way around. And in return, it demanded a lot of me to stay on it.
The pain I knew before was only a foretaste of what followed the last months.
I wanted a new life and learned what it meant to give up another one.
I wanted to be alive and realised what it means to be present.
I wanted to live a dream and went through hell for it.

It’s been a wild ride. My life has engulfed me and today I love it.
The only constant, since the beginning, the only certainty, the only thing that has always proven true, is the fact that everything passes. The beautiful moments as well as the painful ones.
I live here in one of the coldest parts of Norway, where spring only comes when you no longer believe it will. A place where the sun disappears completely behind the hill for two months and tears come to my eyes when it first comes back over the treetops in February. That’s what it’s all about and it teaches me every single day to face reality and to keep faith in miracles despite all the challenges.

Vivienne Amrein

27.08.2022

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Normal war gestern

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Normal war gestern.

my story . diary . reflection

Ich bin aus der Schule gekommen und habe nach dem Ort und der Aufgabe gesucht, die es mir ermöglichen, meinen sinnvollen Beitrag zum Leben auf dieser Erde beizutragen und der Freude in meinem Herzen zu folgen. 

So ging ich los und glaubte nichtmal daran, dass sich das für mich überhaupt finden liesse. Vielmehr war ich permanent im Stress, vor allem mir selbst gegenüber, meine kleine Oase des Nichtstuns, des absichtslosen Forschens und der Rückverbindung – nennen wir es  Selbstfindung – zu rechtfertigen, wo mein ganzes System zuvor auf Leistung und Abliefern gebürstet worden war.

Selbstfindung kennt keine Ferien, egal wie oft ich das Land wechsle. Die Frage nach dem: Was ist meine Aufgabe und wofür bin ich eigentlich hier? sind so tief mit meinem Ja oder Nein zum Leben verbunden, dass es mir schwerfällt, sie stillzulegen. Und mein Durst nach wahrhaftiger Lebendigkeit als Lebensgefühl führt mich immer näher zu etwas, das sich anfühlt wie eine Quelle.

Ich wollte so oft einfach “normal” sein. Simpel mich an einer Uni für irgendein halbwegs interessantes und passendes Studium anmelden können und mein junges Leben, ohne diese Sinnfrage auf der Stirn, feiern können. Aber schon beim Gedanken daran sträubte sich alles in mir. Genauso wie dagegen, mir einen Job zu suchen und einfach nur zu arbeiten um Geld verdienen zu können. 

Nix mit Uni hat hingehauen und die Nummer mit dem Job war nach vier Monaten auch glasklar zu ende. Geht nicht gibts doch.

Denn in mir schallte neben gesellschaftlichen Ansprüchen und Zukunftsvorschlägen noch eine andere Stimme, die nicht im Entferntesten daran dachte, ihr einmal zugesprochenes Mitspracherecht kampflos wieder herzugeben.

Eine Stimme, die Freiheit und Hingabe kennt und die ganz genau weiss, dass Fülle das letzte ist was übrig bleibt, wenn alles umher im Sturm zerbricht.

Du kannst diese Stimme Intuition oder Bauchgefühl oder von mir aus auch den göttlichen Funken nennen. Was auch immer dir am nächsten ist: Für mich zählt vor allem, dass diese Stimme mir ein neues Leben zeigt. Jeden Tag.

Und gerade nimmt sie mich mit auf ein Abenteuer. Mein Herz schlägt höher und ich erlebe zum ersten Mal, wie die tausend Möglichkeiten, die mich zuvor fast erschlagen haben, zu einem Bild verschmelzen und daraus ein JA zum Leben aufsteigt.

Lieber Mensch, ich habe Angst mich festzulegen und ich habe Angst ein Stück meiner Freiheit zu verlieren. Aber ich habe auch gestrichen die Nase voll davon ständig zu denken: Was wenn …? und keine Handlungen folgen zu lassen um es herauszufinden. Also mache ich mich auf den Weg. Im Namen des Mitspracherechts dieser inneren Stimme und im Namen all der Sinnfragen, die mich als moderner Mensch umtreiben. Ich mache mich auf den Weg im Namen aller Träume, die dafür brennen wahr zu werden und darauf warten, dass ich ihnen meine Hände in den Dienst stelle. Ich mache mich auf den Weg und nehme dich mit.

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It’s time to say it

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It’s time to say it.

the moment I had to move

It’s time to say it. 

Wenn du mich kennst, runzelst du vermutlich die Stirn und sagst: das hat aber nie den Anschein gemacht.

Wenn du mich gut kennst, lächelst du und schmunzelst vielleicht kopfnickend: Endlich sieht sie es auch.

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Ich bin nicht glücklich hier. Es ist mir zu laut hier. Mir fehlt die Natur hier. 

Ich habe eine solche Sehnsucht nach Stille, nach Klarheit, nach Sinn, nach Wahrheit.

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Ich habe danach gefragt, nach einer Aufgabe, nach dem Weg, dem Ort, der diesen Durst stillt, mich wachsen lässt und mein Leben hat mich mitgenommen nach Norwegen.

Es war ein Bauchgefühl, eine Begeisterung, eine Intuition, der ich gefolgt bin. Zuerst nichts weiter als zwei unvergessliche Sommer im Norden. Arbeitsferien würde man vielleicht sagen, Wellness für meine naturliebende Seele. 

Stille für meinen so mit der Lautstärke der Welt überforderten Geist.

Und diesen Sommer war ich wieder da. Und es war anders. 

Ich ging nicht „in die Ferien“, ich war nicht „ auf Reisen“. 

Sondern ich ging nach Hause und ich war unterwegs.

Es fühlte sich ungewohnt an, in einem Land zu sein, das ich kaum kenne, eine Sprache zu hören, die ich noch kaum verstehe und mich gleichzeitig viel mehr daheim zu fühlen, als an dem Ort an dem ich aufgewachsen bin und 22 Jahre meines Lebens verbracht habe.

Und jetzt bin ich wieder hier in der Schweiz. Und die letzten Tage bricht alles über mir zusammen. 

Ich fühle mich komplett davongespült, mir fehlt der Halt, die Wärme, die Geborgenheit, die Ruhe, ich höre kaum meine innere Stimme. Aber dafür sind ja Krisen da, damit man sich wieder selber hört. Also heisse ich sie willkommen.

Meine Krise. Und endlich höre ich mich wieder und schreibe diese Zeilen, in denen ich dir sage: Ich gehe nach Norwegen an einen kleinen Ort südöstlich des Rondane Nationalparks. Mitten in ein einfaches, arbeitsintensives Leben auf einer Farm mit 8 Pferden, zwei Katzen und wunderbaren Menschen. 

Ich gehe da hin, weil meine Seele da eine Verabredung hat und ich verzweifeln würde, wenn ich es nicht täte. Und jetzt ist es mir auch egal, ob du an sowas wie Seele überhaupt glaubst. Ich glaube auch nicht daran. Ich weiss einfach: Da ist noch so viel mehr und ich bin so sicher, dass das was wir heute wissen bei weitem nicht alles sein kann. 

In mir schreit alles nach Natur, nach Feuer und Eis, nach Leben und Loslassen, nach Hingabe und Vertrauen, nach Kontrollverlust und Abenteuer.

Und während ich diese Zeilen schreibe ist es still in mir. In dem Moment höre ich die Natur um mich herum und in dem Augenblick bin ich gerne hier. Hier in der Schweiz, in meinem Zimmer, am Laptop.

Jetzt fühlt es sich richtig an.

Es geht also nicht darum, die ganze Welt zu bereisen und Orte zu verändern. Es geht nur darum, dieser feinen inneren Stimme zu lauschen und sie selbst so verdammt wichtig und richtig zu nehmen, als hätte es nie eine andere Möglichkeit gegeben. 

Dann ist alles am richtigen Platz. 

Mein Leben im Fluss.

Und mein Leben führt mich jetzt nach Norwegen. Mitten in die Natur. Es nimmt mir einiges an scheinbarem Komfort und stellt mich vor ein Abenteuer ohne Versicherung.

Aber genau das ist es, was ich will. Genau das fühlt sich zutiefst richtig an. 

AHO.

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Tagebuch

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Tagebuch.

gehalten

Ich bin so dankbar. Für all die Menschen, die mich halten, wenn ich es selber nicht kann.

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Das ist weder romantisch, noch gebe ich es gerne zu. Aber ich blick manchmal nicht ganz durch und ich weiss bei aller Weisheit, die mir gelegentlich um die Ohren schwabbert, auch nicht was ich tun soll, wenn ich wieder einmal mit Volltempo gegen meine eigene Mattscheibe renne.

Was ich damit meine?

Zum Beispiel, dass meine hohen Ansprüche an mich selbst mich oftmals mehr blockieren und frustrieren, statt fördern und fordern.

Oder dass ich es liebe wenn Menschen sich einander öffnen, mir aber gleichzeitig selber nichts schwerer fällt, als genau das zu tun.

Mich verletzlich zu zeigen. Nahbar. Berührbar. Menschlich eben.

Und deshalb bin ich dankbar.

Dankbar für die Menschen in meinem Leben, die mich wütend machen.

Dankbar für die Gespräche in meinem Leben, die den kleinen Feigling in mir regelmässig flüchten, kämpfen oder sich totstellen lassen.

Dankbar dafür, weil sie mich mit der Ausrede, mich selbst zu bescheissen, nicht durchkommen lassen. 

Dankbar dafür dass sie in mir allen Widerstand wachkitzeln, den ich aufbringen kann und dann da sind, wenn ich aufhöre mir selbst etwas vorzumachen.

Dann da sind, wenn all die Tränen ans Licht kommen und der ganze selbst auferlegte Druck wieder einmal abfällt. 

Nenn es wie du willst, aber ich kann das nicht anders beschreiben als : heilsam.

Also danke. 

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This woman changed my life

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This woman changed my life.

goodbye Tina

This woman has changed my life.

Thank you Tina Mareen Buddeberg.

I was a young woman searching for who I was and what I was here for, longing for stillness and reconnection to my nature heart, when I walked over the bridge to Dreamvalley in summer 2018.

Today – still a young woman – I hear a calling in my heart that connects me to an intuitive knowledge for what I came here for. And I am again standing in front of the bridge – this time not only walking my backpack over it – but my life for a new story to live my destiny.

Tina, you created a place that made my soul feel like coming home.

Your wisdom is with me, your horses taken care by strong wo*men with loving hearts.

It is an honor to continue your lifework and start a new chapter of the Dreamvalley you created with all your love.

For the more beautiful world, our hearts know is possible.

I love you my friend. In gratitude for what you handed over to me.

Vivienne

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I am what I am

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I am what I am.

my story . diary . reflection

I am what I am. 

and here I am.

Ich beendete meine Schulzeit und machte mich auf den Weg.

Alles was ich wollte, war nie wieder stillsitzen, Fresse halten und Stoff pauken, um ihn in einer lebensfremden Prüfung wieder auszuspucken und anschliessend zu vergessen.

Alles im mir schrie nach Leben. Warum bin ich hier? Was ist meine Aufgabe? Was kann ich? und wer bin ich?

Und dafür machte ich mich auf den Weg. 

Quer Beet durch Ausbildungen, Seminare, Selbstreflexion, Familiengeschichte, Gesellschaftsparadigmen, Gedankenmuster, Körperforschung und der Frage nach dem richtigen Leben auf diesem Planeten.

Ich arbeitete. Für Geld. Für kein Geld. Mit Freude und ohne.

Ich reiste, landete in Norwegen und wandere heute da hin aus.

Warum?

Ich hab die Nase gestrichen voll. Voll von dem Durcheinander des Selbstfindungszirkus, den Wirrungen der spirituellen Szene und dem Leistungsdruck der Persönlichkeitsentwicklung. 

Tiere sind wunderbare Gefährten. Körperlich arbeiten und mit blossen Händen in der Natur etwas erschaffen pure Medizin. Und wenn ich diesen Planeten eines Tages verlasse, will ich dass meine Kinder ihn auch erleben können und zwar grün.

Meine gesamte Schulzeit hindurch wollte ich Lehrerin werden. Das Schulsystem Schülerfreundlich machen, dass wir als freie Wesen unsere Talente entfalten und vielseitig agil werden um uns Sinnvoll und Wertschöpfend in dem Leben auf diesem Planeten zu verwirklichen.

Honestly – aus mir wird never eine klassische Lehrerin, die es aushält, an einer Volksschule, zu unterrichten.

Dafür kann ich mich jetzt bemitleiden oder einfach den Arsch hoch kriegen, denn

was ich will, ist den Ort schaffen, den ich selbst gesucht habe. 

Ein Ort, an dem du einen Platz findest mitten in der Natur. Wo du deinen Tag mit Tieren verbringst. Eine sinnvolle Arbeit in einem kreativen Setting ausübst. Und in aller Ruhe einfach du selbst sein kannst.

Ich will der Welt etwas zurückgeben, statt mich den ganzen Tag zu fragen, wie ich am schnellsten am meisten von ihr bekomme.

Ich will Würmer kultivieren und Mist kompostieren. Ich will morgens aufstehen und wissen, dass ich mit meinen Fähigkeiten gebraucht werde. Und abends ins Bett liegen mit einem zufriedenen Lächeln auf dem Gesicht, weil mir dieser Tag den ich gestaltet habe gut getan hat.

Ich will dass mein Zuhause da ist, wo ein Feuer brennt, eine Tasse Tee dampft, ein Pferd kaut und eine Katze schnurrt. Da wo die Uhr noch sagt: du hast Zeit.

Ich will das Leben feiern. Seine Höhen und Tiefen. Ich will meine Realität neu bewerten, neu schreiben. Hinterfragen und experimentieren. Antworten finden und wieder über Bord werfen. Beobachten und erfahren aus welchem Stoff das Leben gemacht ist.

Und ich will meinen Beitrag leisten. Mit dir eine unvergessliche Zeit haben. Gemeinsam wachsen und lernen. Weil wir jung sind, vielleicht das letzte Mal hier und weil das Leben schön ist, zu kurz um auf später zu warten.

Heute gebe ich dir Adresse und Koordinaten.

Lass uns dort treffen. Im Traumtal in Norwegen. Und lass uns neue Geschichte schreiben.

Geschichte, die wir in zehn Jahren mit leuchtenden Augen am Lagerfeuer unseren Kindern erzählen.

See you on the way!

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